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rheinische ART 07/2019

NANCY SPERO
Kunst als Akt der Rebellion


Zehn Jahre nach ihrem Tod richten gleich zwei große Ausstellungshäuser einen Blick auf die US-amerikanische Polit-Künstlerin Nancy Spero (1926–2009): Das New Yorker MoMA und das Essener Museum Folkwang.

 

Nancy Spero P.E.A.C.E., Helicopter, Mother + Children, 1968 Gouache und Tusche auf Papier, 48 x 61 cm Courtesy Galerie Lelong & Co. © The Nancy Spero and Leon Golub Foundation for the Arts / VG Bild-Kunst, Bonn 2019 Foto Courtesy Galerie Lelong & Co.

 

Zeitlebens hatte sich die Feministin, Aktivistin und Künstlerin Spero mit existenziellen Aspekten des Menschseins auseinandergesetzt. Krieg, Brutalität und Gewalt spielen in ihrem Werk ebenso eine Rolle wie Unterdrückung und Ungerechtigkeiten im Verhältnis der Geschlechter.

 

Nancy Spero Victim – B52 – Eagle, 1970 Gouache, Tusche und Collage auf Papier, 109,2 x 71,1 cm Courtesy Barbara Gross Galerie, München © The Nancy Spero and Leon Golub Foundation for the Arts / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Stephan Reusse und Nancy Spero Nancy Spero, 1989 Aus der Serie der Collaborations von Stephan Reusse Fotoleinen mit Handdruck in Acrylfarbe, 179 x 123 cm Courtesy Galerie Inge Baecker, Bad Münstereifel © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Die MoMA-Ausstellung „Paper Mirror“ bot rund 100 Werke auf, es war die erste große Präsentation von Speros Arbeiten in den USA seit ihrem Tod. Im Essener Folkwang Museum wird erstmals in Deutschland ein breiter Querschnitt ihres Schaffens mit fast 80 Werken gezeigt, darunter Arbeiten auf Papier, Gemälde sowie eine raumgreifende Installation.

 

Nancy Spero, so betonen die Essener Kuratoren, verstand sich als politische Künstlerin, die mit teils radikalen Mitteln der Kunst zu aktuellen gesellschaftlichen Problemen und politischen Geschehnissen Stellung bezog. Ihr wichtigstes Ausdrucksmittel waren weibliche Figuren, wobei sie überlieferte Bildtypen aufgriff und neu kombinierte.


Ihre Karriere begann die Amerikanerin als figurative Malerin in Paris, wohin sie mit Ehemann und zwei Kindern 1959 gezogen war. Für sie war die Wahl von Material, Form und Thema immer politisch.

     Ab 1964, wieder zurück in den USA, kam sie angesichts der Gräuel des Vietnamkrieges zu dem Schluss, dass die Malerei „zu konventionell, zu etabliert“ geworden sei.

     Speros „The War Series“ (1966 bis 1970), die sie auf Papier statt Leinwand fertigte, provozierten mit den Darstellungen sexualisierter Bomben heftigste Empörungen. Ihre Gemälde und Zeichnungen aus dem Vietnamkrieg drückten, wie es heute heißt, drei Gefühle aus: Wut, Angst und Entsetzen. Hauptmotiv blieb für Spero über Jahre das die damaligen Medien beherrschende Bild des US-Militärhubschraubers in Vietnam (siehe Gouache oben).

Nancy Spero South Africa, 1981 Handdruck und Schreibmaschinen-Collage auf Papier, 64,8 x 102,8 cm Courtesy Galerie Lelong & Co. © The Nancy Spero and Leon Golub Foundation for the Arts / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Als Aktivistin kritisierte sie in dieser Zeit nicht nur den Krieg, sondern beteiligte sich an vielen Aktionen der Frauenbewegung. So war sie 1972 Mitgründerin der New Yorker A.I.R. Gallery, die – damals ein Novum – erstmals ausschließlich Künstlerinnen ausstellte.

     Konsequent bildete Spero seit 1972 nur noch Frauen in ihren Werken ab, wobei sie auf Bildvorlagen von Motiven der Antike bis hin zu zeitgenössischen Darstellungen zurückgriff. Eine der wichtigsten Arbeiten hierzu stellte das monumentale Werk "Torture of Woman" von 1976 dar. Spero fügte dafür vierzehn breite Papierbahnen zu einem horizontalen Fries zusammen, kombinierte Frauendarstellungen mit Textfragmenten von Folterungen in autoritären Regimen.

 

Nancy Spero To Soar, 1997 Handdruck und Collage auf Papier, 125,5 x 50,3 cm Barbara Gross Galerie, München © The Nancy Spero and Leon Golub Foundation for the Arts / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Nancy Spero Ausstellungsansicht Museum Folkwang 2019 mit Maypole (Detail), 2008, © Folkwang Museum Essen; Foto: Jens Nober

 

Von etwa 1985 bis 2002 verzichtete Spero durchgängig auf Texte in ihren Werken und konzentrierte sich auf die Wirkmacht ihres stetig wachsenden Repertoires an weiblichen Figuren aus Antike und Gegenwart, Kunst und Mythos, Mode und Werbung. Frauen erschienen nun nicht mehr als Opfer – im Gegenteil: Vor starkfarbigen Flächen zelebrieren diese Figuren einen beschwingten Reigen selbstbestimmter Weiblichkeit.

 

Mit "Maypole: Take No Prisoners" (Maibaum: Nimm keine Gefangenen) präsentiert das Folkwang die letzte großformatige Installation der Künstlerin, die sie 2007 für die 52. Biennale in Venedig realisierte. An einem vertikalen 20-Fuß-Stahlmast, dem Maibaum, hängen auf Aluminium gedruckte Opferköpfe an Bändern oder Ketten herab. Bei diesem Werk wird deutlich, mit welcher Energie sich Spero als Künstlerin Zeit ihres Lebens gegen Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit gewandt hat.

    Sie formulierte bereits 1985: „Ich betrachte meine Kunst als Akte der Rebellion.“ Maypole entstand während des Irak-Krieges, entstammt jedoch Speros früheren Zeichnungen der "War Series", mit denen sie auf den Vietnam-Krieg reagierte.


Speros Gebrauch der Maibaum-Metapher mit Anspielung auf die jährliche Frühlingsankunft ist so auffällig wie makaber. Es ist ein Hinweis auf immer wiederkehrende Kriege und den Kreislauf der Gewalt. Nancy Spero war, als sie Maibaum schuf, 81 Jahre alt. Eine traurige und müde Frau, die den Weltenlauf desillusioniert kommentierte: "Es ist das gleiche, es ist nicht anders... Ich habe die War Series über Vietnam gemacht, und hier sind wir wieder im Irak-Debakel und schauen dasselbe verdammte Ding ..."
bra

 

Zitat aus: Anya Ulinich „How sex and power collunde – the uncompromising art of Nancy Spero”, in FORWARD; May 3, 2019

► Die Ausstellung „Paper Mirror“ im New Yorker Museum of Modern ART (MoMA PS1) endete am 23. Juni 2019

► Die Ausstellung im Essener Museum Folkwang wird durch die Terra Foundation unterstützt (NEW Free People Young Thing Mini Maxi Skirt Größe 10)


Die Ausstellung Nancy Spero wird bis zum 25. August 2019 gezeigt.

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
Tel 0201 8845 160
Öffnungszeiten
DI, MI, SA, SO 10 - 18 Uhr
DO, FR 10 - 20 Uhr


 

 

 

 

 

 


 

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